Kompost
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Der Kompost im Garten

Ist der Boden nach einiger Zeit ausgelaugt, müssen ihm wieder Nährstoffe zur Verfügung gestellt werden. Dies kann in Form von Kompostzugaben geschehen. Verrottetes, organisches Material enthält nicht nur wertvolle Nährstoffe, sondern hilft auch, die Bodenstruktur zu verbessern. Trockene, sandige oder lehmige Böden können durch eine Humusanreicherung wieder mehr Wasser und Nährstoffe speichern. Aufbringen kann man den reifen Kompost sowohl im Frühjahr als auch im Herbst als Mulchdecke. Gewöhnlich reicht eine Schicht von ca. 1cm vollkommen aus. Für die Aussaat ist Komposterde jedoch nicht geeignet. Da sie sehr nährstoffreich ist und auch als Bodendünger genutzt wird, würden die zarten Wurzeln richtiggehend “verbrannt”. Komposthaufen müssen direkt auf den gewachsenen Boden aufgebracht werden, damit Mikroorganismen, die für den Verrottungsvorgang nötig sind, eindringen können. Außerdem können Flüssigkeiten ablaufen.

Ein naturnah bewirtschafteter Garten zeichnet sich nicht allein durch einheimische Zier- und Nutzpflanzen und den Verzicht auf chemische Pflanzenschutzmittel sowie mineralische Dünger aus. Ein Komposthaufen gehört

traditionell auch dazu.

Drei gute Gründe sprechen für die Kompostierung im eigenen Garten.


Erstens reduziert Kompostieren die Abfallmenge und es ist ein wichtiger Beitrag, um den natürlichen Stoffkreisläufe zu schließen und biologische Abfälle zu verwerten.


Zweitens entsteht aus Küchen und Gartenabfällen durch Kompostieren Humus, ein wertvoller Gartendünger. Als Humus bezeichnet man die gesamte abgestorbene organische Bodensubstanz, die ein wichtiger Bestandteil des Bodens ist. Humusreiche Böden haben eine krümelige Struktur. Diese Krümelstruktur sorgt zum einen dafür, dass der Boden Wasser besser speichert und zum anderen, dass Pflanzenwurzeln ausreichend mit Luft versorgt werden. Außerdem wird Humus von Bodenorganismen fortwährend zersetzt und umgebaut. Das heißt, die in der organischen Bodensubstanz gebundenen Pflanzennährstoffe werden so umgebaut, dass sie in mineralischer und damit in der für Pflanzen verfügbaren Form vorliegen.

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